Willkommen im Schwarzwald – einer der faszinierendsten Naturregionen Deutschlands! Zwischen tiefen Wäldern, sonnigen Höhen und versteckten Moorlandschaften liegen einige der schönsten Seen des Landes – klar, geheimnisvoll und in ihrer Schönheit einzigartig.

Ich bin Alex, und in diesem Blogpost nehme ich dich mit zu den beeindruckendsten Seen, die du im Schwarzwald unbedingt gesehen haben musst! Vom größten See der Region über Postkartenklassiker bis hin zu fast vergessenen Naturjuwelen – diese Zusammenstellung ist dein perfekter Begleiter für deinen nächsten Schwarzwald-Ausflug.
Bleib unbedingt bis zum Ende dabei, denn der letzte See auf unserer Liste ist ein Ort, den kaum jemand kennt und der mich mit seiner mystischen Atmosphäre komplett überrascht hat.
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Bevor wir in die Details eintauchen: Schau dir unbedingt unseren Film zu den schönsten Seen im Schwarzwald an! Hier bekommst du einen lebendigen Eindruck von der atemberaubenden Schönheit dieser einzigartigen Gewässer:
Im Video nehme ich dich mit auf eine bildgewaltige Reise zu allen sechs Seen, die wir in diesem Artikel vorstellen. Du erhältst nicht nur wertvolle Tipps für deinen Besuch, sondern erlebst die magische Atmosphäre dieser Orte hautnah. Perfekt zur Vorbereitung auf deinen nächsten Schwarzwald-Ausflug!
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1. Schluchsee – Der größte See im Schwarzwald

Der Schluchsee ist mit 7,5 Kilometern Länge der größte See im Schwarzwald und ein echtes Paradies für Naturliebhaber und Outdoor-Fans. Ursprünglich ein Gletschersee, wurde er in den 1930er Jahren durch eine Staumauer aufgestaut und ist heute eines der beliebtesten Erholungsgebiete der Region.
Wir starten unsere Tour an der Staumauer, einem perfekten Ausgangspunkt für alle, die den See erkunden möchten. Die imposante Staumauer bildet nicht nur einen wichtigen Teil des Wasserkraftwerks Schluchsee-Schwarza, sondern bietet auch einen beeindruckenden Blick über den gesamten See. An klaren Tagen kannst du bis zum südlichen Ende des Gewässers schauen, wo sich malerische Buchten und kleine Ortschaften in die Landschaft schmiegen.

Direkt an der Staumauer gibt es einen Bootsverleih – ideal, um den See mit einem Ruder- oder Tretboot zu entdecken. Das Wasser ist glasklar, und auch unser Hund Miley genießt die Erfrischung am Ufer. Der Schluchsee ist übrigens einer der wenigen Seen im Schwarzwald, an dem es auch ausgewiesene Hundebadeplätze gibt – ein echtes Plus für alle, die mit ihrem Vierbeiner unterwegs sind.

Für alle, die lieber auf zwei Rädern unterwegs sind, gibt es einen Fahrradverleih direkt am See. Der 18 Kilometer lange Rundweg um den Schluchsee ist eine großartige Möglichkeit, die Landschaft zu genießen – egal ob zu Fuß oder mit dem Bike. Der Weg führt durch schattige Wälder, über sonnige Wiesen und immer wieder vorbei an kleinen Buchten, die zum Verweilen einladen. Besonders am frühen Morgen oder späten Nachmittag, wenn das Licht sanft durch die Bäume fällt, ist diese Tour ein echtes Highlight.

Auch auf dem Wasser ist einiges los: Paddleboards, Boote und das Ausflugsschiff Schluchsee sorgen für Abwechslung. Die Rundfahrt mit dem Schiff dauert 75 Minuten und bietet beeindruckende Ausblicke auf die umliegenden Wälder und Ortschaften. Von April bis Oktober fährt das Schiff regelmäßig und bringt dich zu den versteckten Ecken des Sees, die vom Ufer aus schwer zu erreichen sind.

Wer lieber von oben auf den See blickt, sollte einen Abstecher zur Amalienruhe oder zum Riesenbühlturm machen. Der 35 Meter hohe Aussichtsturm bietet an klaren Tagen eine fantastische Sicht – bis zu den Alpen. Der leichte Anstieg lohnt sich definitiv, denn die Panoramaaussicht von hier oben ist einfach atemberaubend. Du siehst nicht nur den kompletten Schluchsee, sondern bei guter Sicht sogar die schneebedeckten Gipfel der Schweizer Alpen am Horizont.
Und natürlich gibt es hier auch tolle Bademöglichkeiten. Die Strandbereiche an der Eisenbahnbrücke und das Strandbad Seebrugg laden zum Entspannen ein – der perfekte Abschluss für einen erlebnisreichen Tag am Schluchsee. Das Wasser ist im Sommer angenehm warm und dank der hervorragenden Wasserqualität ein reines Badevergnügen. Auch für Familien mit Kindern sind die flach abfallenden Uferbereiche ideal.
Ein besonderer Tipp für Kulinarikfans: Im Restaurant „Seehof“ direkt am Ufer kannst du nicht nur fantastisch essen – der Schwarzwälder Kirsch direkt zum Sonnenuntergang über dem See ist ein unvergessliches Erlebnis. Auch die traditionelle „Fischerstube“ in Schluchsee bietet frischen Fisch und regionale Spezialitäten in gemütlicher Atmosphäre.
Fakten und Besuchertipps
- Adresse: 79859 Schluchsee
- Anfahrt: Parkplätze an der Staumauer oder in Schluchsee-Ort
- Öffnungszeiten: Rundweg jederzeit zugänglich, Strandbad Seebrugg von Mai bis September täglich von 9:00 bis 19:00 Uhr
- Eintrittspreise: Rundweg kostenlos, Strandbad Seebrugg: Erwachsene 4,50 Euro, Kinder (6-16 Jahre) 2,50 Euro
- Insider-Tipp: Sonnenaufgang an der Staumauer erleben oder eine Mondscheinfahrt mit dem Schluchsee-Schiff buchen (nur im Sommer)
- Wanderwege: 18 km langer Seerundweg, gut ausgeschildert und für jeden Fitnesslevel geeignet
- Web: www.schluchsee.de
2. Schwarzenbachtalsperre – Naturparadies im Schwarzwald

Die Schwarzenbachtalsperre ist ein perfektes Ziel für alle, die Natur und Erholung abseits der großen Touristenströme suchen. Eingebettet in die sanften Hügel des nördlichen Schwarzwalds, bietet dieser Stausee eine wunderbare Kombination aus beeindruckender Ingenieurskunst und unberührter Natur.

Ein Highlight ist die beeindruckende Staumauer, die 400 Meter lang und 65,3 Meter hoch ist. Man kann bequem darüber laufen und dabei die grandiose Aussicht auf den See genießen. Die mächtige Betonkonstruktion wurde zwischen 1922 und 1926 erbaut und ist ein faszinierendes Beispiel früher Staudammtechnik. Wenn du auf der Mauer stehst und in die Tiefe blickst, bekommst du einen Eindruck von der gewaltigen Kraft, die hier gebändigt wird.

Am Ufer lädt ein Bootsverleih dazu ein, die Talsperre vom Wasser aus zu erkunden, und wer möchte, kann auch sein eigenes Paddleboard mitbringen. Das ruhige Wasser ist ideal für Anfänger und Familien. Vom Boot aus entdeckst du versteckte Buchten und hast einen ganz neuen Blickwinkel auf die umliegenden Wälder. Besonders schön ist eine Tour in den frühen Morgenstunden, wenn der Nebel noch mystisch über dem Wasser schwebt.

Rund um den See führt ein idyllischer Wanderweg, der immer wieder zu kleinen sandigen Buchten führt – ideal, um in der Sonne zu entspannen oder ein erfrischendes Bad zu nehmen. Der Rundweg ist etwa 8 Kilometer lang und größtenteils flach, sodass er auch für Familien mit Kindern und weniger geübte Wanderer gut geeignet ist. Auf dem Weg kommst du durch schattigen Mischwald, über sonnige Lichtungen und immer wieder nah ans Wasser heran.

Was die Schwarzenbachtalsperre besonders macht, ist ihre relative Unbekanntheit im Vergleich zu den touristischen Hotspots wie Titisee oder Mummelsee. Hier findest du auch im Sommer noch ruhige Plätzchen, um die Natur zu genießen. Die Wasserqualität ist ausgezeichnet, und an heißen Tagen bieten die zahlreichen Badestellen eine willkommene Abkühlung.
Ein besonderes Highlight ist der kleine Kiosk an der Staumauer, wo du nicht nur erfrischende Getränke bekommst, sondern auch selbstgemachten Kuchen und deftige Schwarzwälder Spezialitäten. Bei einem Stück Schwarzwälder Kirschtorte mit Blick auf den glitzernden See lässt es sich herrlich entspannen und Kraft für weitere Erkundungen tanken.
Die umliegenden Wälder sind übrigens auch ein Paradies für Pilzsammler. Im Spätsommer und Herbst findest du hier – mit etwas Glück und Kennerblick – Steinpilze, Pfifferlinge und viele andere Waldschätze.
Fakten und Besuchertipps
- Adresse: Schwarzenbachtalsperre, 76596 Forbach
- Anfahrt: Parkplatz direkt an der Staumauer, von Forbach über die L79
- Öffnungszeiten: Jederzeit zugänglich
- Eintrittspreise: Kostenlos
- Insider-Tipp: Die Morgenstimmung mit Nebelschwaden über dem Wasser ist ein absolutes Fotomotiv
- Wanderwege: 8 km Rundweg um den See, leicht zu bewältigen
- Web: www.forbach.de
3. Mummelsee – Sagenumwobener See mit vielfältigen Angeboten

Schon vom Parkplatz aus bietet der Mummelsee eine beeindruckende Aussicht auf die umliegende Schwarzwaldlandschaft. Dieser mystische Karsee liegt auf 1.036 Metern Höhe direkt an der berühmten Schwarzwaldhochstraße und ist von dichten Nadelwäldern umgeben, die ihm eine fast märchenhafte Atmosphäre verleihen.

Direkt am Seeufer befindet sich das Berghotel Mummelsee, das neben komfortablen Zimmern auch ein Restaurant mit regionalen Spezialitäten und einen Schwarzwaldladen bietet. Hier kannst du traditionelle Produkte wie geräucherten Schwarzwälder Schinken, Holzofenbrot und handgefertigte Souvenirs entdecken. Der Duft von frisch gebackenem Brot und würzigem Schinken zieht dich schon von weitem an – und ein Vesper mit Blick auf den See ist ein echtes Highlight.

Der See selbst lädt zu einem Spaziergang auf dem Rundweg ein, der etwa 800 Meter lang ist. Auf dem Weg begegnet dir die Seenixe, eine mystische Skulptur, die an die Sagen des Mummelsees erinnert und ein beliebtes Fotomotiv ist. Der Legende nach leben im Mummelsee Wassernixen und ein Seekönig, die nachts auftauchen und im Mondlicht tanzen. So mancher Wanderer will sie schon gesehen haben – besonders im Herbst, wenn der Nebel über dem Wasser liegt.

Zudem startet hier der Kunstweg am Mummelsee, ein Wanderpfad mit beeindruckenden Skulpturen, der Kunst und Natur auf einzigartige Weise verbindet. Entlang des Weges findest du Holzskulpturen regionaler Künstler, die perfekt in die Umgebung integriert sind und zum Nachdenken anregen. Besonders bei Kindern sind diese Kunstwerke sehr beliebt – eine willkommene Abwechslung auf der Wanderung.
Für Abwechslung sorgt auch eine Fahrt mit dem Tretboot, bei der man den See aus einer ganz neuen Perspektive erleben kann. Vom Wasser aus wirken die umliegenden Berge noch imposanter, und du kannst die Ruhe des Sees in vollen Zügen genießen.
Ein besonderes Highlight ist der Aufstieg zum Hornisgrindegipfel, der direkt vom Mummelsee aus startet. In etwa einer Stunde erreichst du den höchsten Gipfel des Nordschwarzwalds (1.164 m) und wirst mit einer spektakulären Aussicht belohnt, die an klaren Tagen bis zu den Vogesen und in die Rheinebene reicht.
Im Restaurant des Berghotels solltest du unbedingt die Schwarzwälder Forelle probieren – fangfrisch und nach traditionellem Rezept zubereitet. Auch der hausgemachte Heidelbeerkuchen ist ein Genuss, besonders wenn die Beeren direkt aus den umliegenden Wäldern stammen.
Fakten und Besuchertipps
- Adresse: Mummelsee, Schwarzwaldhochstraße B500, 77889 Seebach
- Anfahrt: Direkt an der B500 (Schwarzwaldhochstraße), großer Parkplatz vorhanden
- Öffnungszeiten: See jederzeit zugänglich, Berghotel und Geschäfte täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr
- Eintrittspreise: Kostenlos, Tretbootverleih: 12 Euro pro halbe Stunde
- Insider-Tipp: Den See bei Sonnenaufgang besuchen, bevor die Touristenbusse ankommen
- Wanderwege: Rundweg (800 m), Aufstieg zur Hornisgrinde (3,5 km, ca. 1 Stunde)
- Web: www.mummelsee.de
4. Feldsee – Verstecktes Juwel am Fuße des Feldbergs

Tief verborgen am Fuße des höchsten Schwarzwaldgipfels liegt ein Ort, der fast schon magisch wirkt – der Feldsee. Eingebettet in einen ehemaligen Gletscherkessel und umgeben von steilen Felswänden, scheint hier die Zeit stillzustehen. Dieser Karsee ist einer der ursprünglichsten und naturbelassensten Seen im gesamten Schwarzwald.

Schon der Weg zum See ist ein Erlebnis für sich. Vom Feldberggipfel aus führt ein abwechslungsreicher Pfad in rund 40 Minuten hinunter zum See – durch urige Wälder, vorbei an Moorflächen und kleinen Lichtungen. Der Feldseepfad schlängelt sich zunächst durch alten Fichtenwald, dann geht es über Wurzeln und Felsen hinab in den Gletscherkessel. Mit jedem Schritt spürst du, wie die besondere Atmosphäre dieses Ortes dich gefangen nimmt.
Und plötzlich öffnet sich der Blick auf den See: glasklares Wasser, das sich bei Windstille wie ein Spiegel vor dir ausbreitet – ein Anblick, den man so schnell nicht vergisst. Die 32 Meter hohen Felswände des Kessels ragen steil empor und vermitteln ein fast ehrfurchtgebietendes Gefühl von Abgeschiedenheit und Ruhe.

Der Feldsee liegt auf rund 1.100 Metern Höhe und gehört zu den ältesten Naturschutzgebieten im Schwarzwald. Er ist ein Relikt der Eiszeit – entstanden durch einen Gletscher, der sich einst vom Feldberg hierher wälzte. Mit seiner Tiefe von bis zu 32 Metern ist er einer der tiefsten natürlichen Seen im Schwarzwald und beherbergt eine einzigartige Unterwasserwelt mit seltenen Pflanzen- und Tierarten.

Unten am Ufer ist es ganz still. Kein Straßenlärm, keine Hektik – nur das leise Plätschern der Wellen und das Zwitschern der Vögel. Der Feldsee ist ein echter Rückzugsort – perfekt, um einfach mal durchzuatmen und den Alltag hinter sich zu lassen. Die mächtigen Tannen und Fichten, die den See umgeben, sorgen für ein angenehmes Mikroklima – selbst an heißen Sommertagen ist es hier unten im Kessel angenehm kühl.
Ein besonderes Erlebnis ist der Rundweg um den Feldsee, der dich in etwa 30 Minuten einmal um das Gewässer führt. Auf dem Weg entdeckst du immer neue Perspektiven – mal scheint der See türkis, mal tiefblau oder sogar fast schwarz, je nach Lichteinfall und Bewölkung. Im Frühjahr und Sommer findest du am Ufer eine Vielzahl seltener Pflanzen, darunter verschiedene Orchideenarten und die fleischfressende Sonnentaupflanze.
Für ambitionierte Wanderer empfiehlt sich die Kombination mit dem Aufstieg zum Feldberg oder der etwa dreistündigen Tour zur Zastler Hütte. Von dort hast du einen beeindruckenden Blick auf den Zastler Kessel, in dem der Feldsee wie ein dunkles Auge ruht.
Aufgrund seiner Lage in einem Naturschutzgebiet ist der Feldsee ein echter Ruhepol – Baden ist hier nicht erlaubt, was dazu beiträgt, dass die einzigartige Flora und Fauna erhalten bleibt. Diese Unberührtheit macht ihn zu einem besonderen Ort, an dem du die Ursprünglichkeit des Schwarzwalds hautnah erleben kannst.
Fakten und Besuchertipps
- Adresse: Feldsee, 79868 Feldberg (Schwarzwald)
- Anfahrt: Parkplatz Feldbergpass oder Caritas-Haus Feldberg, dann ca. 40 Minuten Fußweg
- Öffnungszeiten: Jederzeit zugänglich
- Eintrittspreise: Kostenlos
- Insider-Tipp: Besuche den See früh morgens, wenn der Nebel noch über dem Wasser liegt und die ersten Sonnenstrahlen durch die Bäume brechen
- Wanderwege: Seerundweg (ca. 30 Minuten), Feldsee-Feldberg-Rundtour (ca. 3 Stunden)
5. Titisee – Der Klassiker im Schwarzwald

Der Titisee ist zweifellos einer der bekanntesten und meistbesuchten Seen im Schwarzwald – und das aus gutem Grund. Mit seiner idyllischen Lage auf 840 Metern Höhe, umgeben von dichten Wäldern und sanften Hügeln, verkörpert er das klassische Schwarzwald-Postkartenidyll. Der natürliche Gletschersee erstreckt sich über 1,3 Kilometer Länge und bezaubert mit seinem kristallklaren Wasser.

Das Herzstück des gleichnamigen Kurorts ist die malerische Seepromenade, die zum Flanieren und Verweilen einlädt. Hier reihen sich charmante Cafés, traditionelle Restaurants und Geschäfte aneinander, in denen du von Schwarzwälder Kirschtorte bis hin zu handgefertigten Kuckucksuhren alles finden kannst, was das Schwarzwälder Herz begehrt.

Ein absolutes Highlight ist eine Fahrt mit einem der traditionellen Ausflugsschiffe. Die „MS Titisee“ und ihre Schwesterschiffe „Ingrid“ und „Carola“ gleiten gemächlich über das Wasser und bieten dir einen herrlichen Blick auf die umliegende Landschaft. Die einstündige Rundfahrt ist perfekt, um die Schönheit des Sees aus einer anderen Perspektive zu erleben und gleichzeitig etwas über seine Geschichte und Besonderheiten zu erfahren.

Für alle, die lieber selbst das Steuer in die Hand nehmen möchten, bietet der Bootverleih am Seeufer Ruder- und Tretboote an. Ein paar gemütliche Stunden auf dem Wasser, umgeben von der malerischen Schwarzwaldkulisse – was gibt es Schöneres?

Ein echter Geheimtipp ist der 7 Kilometer lange Seerundweg, der dich einmal komplett um den Titisee führt. Abseits der belebten Promenade entdeckst du hier die ruhige Seite des Sees – idyllische Buchten, verschlafene Waldbereiche und immer wieder atemberaubende Ausblicke auf das glitzernde Wasser.

Im Sommer verwandelt sich der Titisee in ein Badeparadies. Das Strandbad am Südufer bietet feinen Sandstrand, Liegewiesen und alle Annehmlichkeiten, die man für einen entspannten Badetag braucht. Das Wasser des Titisees ist von ausgezeichneter Qualität und erwärmt sich in den Sommermonaten auf angenehme Temperaturen – perfekt für eine erfrischende Abkühlung nach einer Wanderung.

Ein Besuch des Titisees wäre nicht komplett ohne eine kulinarische Entdeckungsreise. In den zahlreichen Restaurants und Cafés rund um den See kannst du die berühmten Schwarzwälder Spezialitäten genießen – von der klassischen Schwarzwälder Kirschtorte über deftige Bauernvesper bis hin zu frisch geräucherter Forelle. Besonders zu empfehlen ist das Restaurant „Alemannenhof“ mit seiner Seeterrasse, von der aus du einen herrlichen Blick auf den Titisee genießen kannst, während du regionale Köstlichkeiten probierst.
Für Aktivurlauber bietet die Region rund um den Titisee ein dichtes Netz an Wander- und Radwegen. Eine besonders beliebte Tour ist die Wanderung zum nahe gelegenen Feldberg, dem höchsten Berg des Schwarzwalds. Von dort oben hast du einen spektakulären Blick auf den Titisee und bei gutem Wetter sogar bis zu den Alpen.
Im Winter verwandelt sich der Titisee in eine zauberhafte Winterlandschaft. Wenn der See zufriert, wird er zur natürlichen Eislaufbahn, und in der Umgebung laden zahlreiche Loipen und Skilifte zum Wintersport ein. Der traditionelle Weihnachtsmarkt am Seeufer mit seinen liebevoll geschmückten Holzhütten und dem Duft von Glühwein und gebrannten Mandeln ist ein besonderes Erlebnis für die ganze Familie.
Fakten und Besuchertipps
- Adresse: Titisee, 79822 Titisee-Neustadt
- Anfahrt: Mehrere Parkplätze im Ort, gut ausgeschildert. Mit der Bahn bis zum Bahnhof Titisee
- Öffnungszeiten: Strandbad im Sommer von 9:00 bis 19:00 Uhr
- Eintrittspreise: Strandbad: Erwachsene 4,00 Euro, Kinder (6-16 Jahre) 2,50 Euro, Schifffahrt: Erwachsene 9,00 Euro, Kinder 4,50 Euro
- Insider-Tipp: Besuche den Titisee außerhalb der Hauptsaison (Mai/Juni oder September), dann ist deutlich weniger los
- Wanderwege: Seerundweg (7 km), Titisee-Feldberg-Wanderung (ca. 4 Stunden)
6. Hohlohsee – Geheimtipp im Hochmoor

Und jetzt kommt mein persönlicher Geheimtipp – ein Ort, den fast niemand kennt, der aber zu den eindrucksvollsten Naturplätzen im gesamten Schwarzwald gehört: der Hohlohsee. Versteckt im Hochmoor bei Kaltenbronn liegt dieser stille, geheimnisvolle Moorsee – eingerahmt von dunklen Kiefern, weichen Moosteppichen und einem Steg, der direkt über das Wasser führt. Kein Motorboot, keine Touristenmassen – nur Natur. Und Stille.

Wenn du hier stehst, hast du das Gefühl, du bist irgendwo in Skandinavien – und nicht mitten in Baden-Württemberg. Die mystische Atmosphäre dieses Ortes ist kaum in Worte zu fassen. Der Hohlohsee liegt auf rund 988 Metern Höhe und ist Teil des Hochmoors Kaltenbronn, eines der größten zusammenhängenden Moorgebiete im Schwarzwald.

Der See selbst ist flach, fast schwarz vor lauter Torf – und gerade das macht ihn so besonders. Ein Moorsee wie aus einem alten Naturfilm. In der Spiegelung siehst du nur Himmel, Bäume und dich selbst. Mehr braucht es nicht. Die intensiven Farben – das tiefe Schwarz des Wassers, das leuchtende Grün der Moospolster und das dunkle Grün der Kiefern – schaffen eine fast unwirkliche Kulisse.
Der Holzsteg, der über einen Teil des Sees führt, ermöglicht dir einen Blick direkt ins Herz des Moores. Von hier aus kannst du die einzigartige Flora und Fauna beobachten – fleischfressende Pflanzen wie den Sonnentau, seltene Moorlibellen und mit etwas Glück auch scheue Mooreidechsen. Die Stille hier draußen ist fast greifbar – nur unterbrochen vom leisen Plätschern des Wassers und dem Flüstern des Windes in den Kiefern.
Das Hochmoor Kaltenbronn, in dem der Hohlohsee liegt, ist übrigens ein lebendiges Archiv der Erdgeschichte. Seit über 10.000 Jahren wächst hier das Moor langsam heran, Schicht für Schicht. In den tieferen Torflagen sind botanische Relikte aus längst vergangenen Zeiten konserviert – ein natürliches Geschichtsbuch.
Tipp: Kombiniere den Besuch mit einer kleinen Wanderung durch das Hochmoor. Am besten am frühen Abend – wenn das Licht golden wird und der Wald langsam zur Ruhe kommt. Der gut ausgebaute Bohlenpfad führt dich sicher durch das Moor und bietet immer wieder Informationstafeln zur besonderen Ökologie dieser seltenen Landschaft.
Ein besonderes Erlebnis ist der Besuch des Hohlohsees im Herbst, wenn der Morgennebel über dem Wasser liegt und sich die ersten Sonnenstrahlen ihren Weg durch die Bäume bahnen. Oder im Winter, wenn das Moor unter einer dünnen Schneedecke liegt und die Stille noch intensiver wird. In jeder Jahreszeit zeigt dieser Ort ein anderes, faszinierendes Gesicht.
Für alle, die mehr über die besondere Ökologie der Moore erfahren möchten, lohnt sich ein Besuch des Infozentrum Kaltenbronn, das nur wenige Kilometer entfernt liegt. Hier werden die Entstehung, Geschichte und Bedeutung der Moore anschaulich erklärt – ideal, um das Erlebnis am Hohlohsee abzurunden.
Der Hohlohsee ist kein Ort für Spektakel – aber für tiefe Momente, für echte Naturverbundenheit. Und genau deshalb ist er mein absoluter Geheimtipp in diesem Blogpost.
Fakten und Besuchertipps
- Adresse: Hohlohsee, 76593 Gernsbach-Kaltenbronn
- Anfahrt: Parkplatz am Naturschutzzentrum Kaltenbronn, von dort etwa 1,5 km Fußweg
- Öffnungszeiten: Jederzeit zugänglich
- Eintrittspreise: Kostenlos
- Insider-Tipp: Besuche den See an einem Wochentag früh morgens oder in der Abenddämmerung für ein besonderes Naturerlebnis
- Wanderwege: Rundweg „Hochmoor Kaltenbronn“ (ca. 3,5 km), barrierefrei auf Holzbohlenwegen
Fazit: Vielfältige Seenlandschaft im Schwarzwald
Ob riesige Stauseen, stille Waldgewässer oder versteckte Naturjuwelen – die Seen im Schwarzwald zeigen, wie vielfältig und beeindruckend diese Region ist. Ein echtes Paradies für Naturfreunde, Wanderer und alle, die besondere Orte lieben.
Von den touristisch gut erschlossenen Seen wie dem Titisee oder Schluchsee bis hin zu versteckten Naturperlen wie dem Feldsee oder dem geheimnisvollen Hohlohsee – der Schwarzwald bietet eine unglaubliche Bandbreite an Seenerlebnissen. Jeder dieser Orte hat seinen ganz eigenen Charakter und seine besonderen Reize.
Mein persönlicher Tipp für alle, die den Schwarzwald und seine Seen erkunden wollen: Nehmt euch Zeit. Zeit, um die Natur wirklich zu erleben, die unterschiedlichen Stimmungen der Seen zu verschiedenen Tageszeiten zu genießen und auch mal die ausgetretenen Pfade zu verlassen. Gerade die kleinen, versteckten Gewässer abseits der Touristenströme haben oft einen ganz besonderen Zauber.
Der Schwarzwald ist nicht nur eine Region für einen einzelnen Besuch – er ist ein Ort, zu dem man immer wieder zurückkehren möchte. Mit jedem Besuch entdeckst du neue Facetten, neue Lieblingsplätze und lernst diese faszinierende Landschaft noch besser kennen und lieben.
Ich hoffe, ich konnte dich mit diesem Blogpost inspirieren, den Schwarzwald und seine wunderschönen Seen selbst zu erkunden. Welcher See wird wohl dein persönliches Highlight sein? Ich freue mich über deine Erfahrungen und Eindrücke in den Kommentaren!
Bis zum nächsten Abenteuer im Schwarzwald – Euer Alex.








