Es gibt Orte im Schwarzwald, die dich sofort in ihren Bann ziehen – und der Mummelsee gehört zweifellos dazu. Eingebettet in die steilen, tannenbestandenen Hänge der Hornisgrinde, liegt dieser sagenumwobene Karsee wie ein dunkles, geheimnisvolles Auge inmitten der Natur und zieht dich mit seiner fast magischen Atmosphäre unweigerlich an.
Von der Aussichtsplattform Mummelseeblick hast du den wohl schönsten Blick über den gesamten See und die umliegenden Schwarzwaldhöhen
In unserer Rubrik „SchwarzwaldBlicke – Geschichten hinter den Momenten“ präsentieren wir dir regelmäßig besondere Momente und Orte des Schwarzwalds. Heute haben wir gleich fünf besondere Aufnahmen für dich mitgebracht, die den Mummelsee aus verschiedenen Perspektiven zeigen – vom Schwarzwaldladen über die berühmte Seenixe bis zur gemütlichen Tretbootfahrt. Zusammen nehmen sie dich mit auf eine Reise, die sowohl die Schönheit als auch die Geschichte dieses einzigartigen Ortes enthüllt. Denn hinter dem Mummelsee verbirgt sich weit mehr als nur ein hübscher Bergsee: Hier verschmelzen Jahrtausende alte Geologie, uralte Sagen von Wassernixen und moderne Schwarzwaldkultur zu einem Erlebnis, das du so schnell nicht vergessen wirst.
Ein Karsee aus der Eiszeit – 10.000 Jahre Naturgeschichte
Was heute Wanderer, Familien und Naturfreunde gleichermaßen begeistert, hat seinen Ursprung vor rund 10.000 Jahren. Während der letzten Eiszeit, der sogenannten Würm-Kaltzeit, gruben mächtige Gletscher eine nahezu kreisrunde Mulde in den Hang der Hornisgrinde. Als das Eis schmolz, füllte sich diese Mulde mit Wasser – der Mummelsee war geboren. Mit einer Fläche von 3,7 Hektar, einem Umfang von rund 800 Metern und einer maximalen Tiefe von etwa 18 Metern ist er der größte, tiefste und höchstgelegene der sieben verbliebenen Karseen im Schwarzwald. Auf einer Höhe von rund 1.030 Metern über dem Meeresspiegel thront er am südwestlichen Hang der Hornisgrinde, die mit 1.164 Metern der höchste Berg des Nordschwarzwalds ist.
Was den Mummelsee so besonders macht, ist seine Wasserchemie. Das Seewasser hat einen pH-Wert unter fünf – es ist sauer und torfig, genährt vom moorigen Wasser, das von der Hornisgrinde herabfließt. Diese Beschaffenheit sorgt dafür, dass im See weder Fische noch Seerosen leben. Was in früheren Zeiten zu allerlei mystischen Vermutungen und Sagen geführt hat, lässt sich heute wissenschaftlich erklären. Doch gerade diese Eigenschaft verleiht dem See seine dunkle, fast unergründlich wirkende Wasseroberfläche, in der sich die umgebenden Tannen spiegeln wie in einem schwarzen Spiegel. Kein Wunder, dass der Mummelsee oft als das „Auge des Schwarzwalds“ bezeichnet wird.
Seinen Namen verdankt der See übrigens den weißen Seerosen, die im Volksmund „Mummeln“ genannt werden und hier einst zahlreich wuchsen. Aber auch die Sage von den „Mümmlein“, den geheimnisvollen Seejungfrauen, spielte bei der Namensgebung wohl eine Rolle. Lange Zeit war der Mummelsee ein stiller, fast unberührter Ort, der nur zu Fuß oder mit Pferdefuhrwerken erreichbar war. Das änderte sich mit dem Bau der Schwarzwaldhochstraße in den 1930er Jahren, die den See direkt tangiert und ihn für den Tourismus erschloss.
Nixensagen und Dichterfürsten – Die literarische Seele des Sees
Die Seenixe am Mummelsee – eine bronzene Hommage an die uralten Sagen, die sich um den geheimnisvollen Karsee ranken
Um kaum einen See im Schwarzwald ranken sich so viele Sagen und Mythen wie um den Mummelsee. Die bekannteste Legende erzählt von einer wunderschönen Nixe, die in der unergründlichen Tiefe des Sees in einem kristallenen Schloss lebte. An kalten Winterabenden, so heißt es, stiegen die Nixen aus dem Wasser empor und vertrieben den Bauern der Umgebung die langen Abende. Sie tanzten, sangen und spielten mit den Menschen – doch pünktlich um Mitternacht mussten sie zurück ins Wasser sein, zum strengen Nixenkönig.
Die Sage berichtet, dass sich ein junger Bauer vom nahegelegenen Deckerhof unsterblich in eine der Nixen verliebte. Um noch ein wenig länger mit der Schönheit zusammen zu sein, verstellte er heimlich die Uhren. Als die Nixen unverschuldet zu spät nach Hause kamen, tobte der Nixenkönig. Der See war aufgewühlt, Wellen peitschten – und am nächsten Morgen schwammen drei Blutlachen am Rande des Sees. Seither wurden die Nixen nie mehr gesehen. Heute erinnert eine wunderschöne Bronzeskulptur im See an die Legende – sie ist eines der beliebtesten Fotomotive am Mummelsee und wenn du auf dem Rundweg unterwegs bist, kommst du direkt an ihr vorbei. Auch in der berühmten Trinkhalle in Baden-Baden findest du ein Fresko, das die Wassernymphen mit ihrem Vater zeigt.
Die Magie des Mummelsees hat auch große Dichter inspiriert. Eduard Mörike verfasste 1829 seine Ballade „Die Geister am Mummelsee“, in der er einen gespenstischen Leichenzug beschreibt, der vom Berg herab zum See schwebt und in dessen grünspiegelndem Tor verschwindet. Noch berühmter ist die Episode aus Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausens Schelmenroman „Der abenteuerliche Simplicissimus“ aus dem 17. Jahrhundert. Grimmelshausen, der nach seiner Soldatenzeit im Dreißigjährigen Krieg unweit des Sees lebte, lässt seinen Helden von Unterwasserbewohnern in den See entführen und zum Mittelpunkt der Erde tauchen. Eine fantastische Vorstellung, die zeigt, wie tief die Faszination dieses Sees in der deutschen Literaturgeschichte verwurzelt ist.
Rund um den See – Kunstpfad, Tretboote und Schwarzwaldgenuss
Auch wenn die Nixen sich längst zurückgezogen haben, bietet der Mummelsee heute zahlreiche Erlebnisse, die deinen Besuch unvergesslich machen. Am besten startest du mit einem gemütlichen Spaziergang auf dem barrierefreien Rundweg, der dich in etwa 20 bis 30 Minuten um den gesamten See führt. Der Weg ist weitgehend naturbelassen und wird von bizarren Baumwurzeln, moosbedeckten Steinen und der urwüchsigen Vegetation gesäumt, die dem Mummelsee seine besondere Atmosphäre verleiht.
Auf dem Kunstpfad rund um den Mummelsee verschmelzen Natur und moderne Kunstinstallationen zu einem einzigartigen Erlebnis
Ein besonderes Highlight auf dem Rundweg ist der Kunstpfad am Mummelsee. Entlang des Weges wurden Kunstwerke internationaler Künstler installiert, die sich harmonisch in die Natur einfügen. Die Werke sind der natürlichen Witterung ausgesetzt und verändern sich im Laufe der Zeit – die Natur verleiht ihnen eine einzigartige Patina, die sie mit jedem Besuch ein Stück anders erscheinen lässt. Es ist faszinierend zu sehen, wie eng Kunst und Natur hier zusammenarbeiten. Bei meinem letzten Besuch habe ich mir besonders viel Zeit für den Kunstpfad genommen und jedes einzelne Werk auf mich wirken lassen – ein Tipp, den ich dir ans Herz legen kann.
Mit dem Tretboot über den sagenumwobenen See
Eine Tretbootfahrt auf dem Mummelsee – vom Wasser aus erlebst du die steilen Karwände und die dunkle Wasseroberfläche aus einer ganz neuen Perspektive
Wer den Mummelsee nicht nur vom Ufer aus erleben möchte, sollte unbedingt eine Tretbootfahrt unternehmen. Der Bootsverleih befindet sich direkt am Berghotel und bietet gemütliche Tretboote, mit denen du über die dunkle, geheimnisvolle Wasseroberfläche gleiten kannst. Vom Wasser aus hast du einen ganz anderen Blick auf die über 100 Meter hohe Karwand der Hornisgrinde, die sich majestätisch hinter dem See erhebt. Besonders an ruhigen Tagen, wenn sich die Tannen im spiegelglatten Wasser reflektieren, ist dieses Erlebnis einfach magisch. Mein Tipp: Probiere die Tretbootfahrt am späten Nachmittag, wenn die Sonne tief steht und das Licht die Landschaft in warmes Gold taucht.
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Hier findest du die meiner Meinung nach schönsten Ausflugsziele im Schwarzwald. An allen Orten bin ich selber mehrfach gewesen.
Die Schwarzwaldhochstraße und der Weg zur Hornisgrinde
Der Mummelsee liegt direkt an der legendären Schwarzwaldhochstraße (B500), einer der ältesten und schönsten Panoramastraßen Deutschlands. Diese etwa 60 Kilometer lange Route schlängelt sich von Baden-Baden bis nach Freudenstadt durch die atemberaubende Landschaft des Nordschwarzwalds. Der Mummelsee ist dabei einer der beliebtesten Stopps – und das aus gutem Grund. Wenn du mit dem Auto anreist, erreichst du den See von Baden-Baden aus in etwa 45 Minuten, von Freudenstadt in rund 30 Minuten. Direkt am See stehen große Parkplätze zur Verfügung.
Wer nach dem Seerundgang noch Energie hat, dem empfehle ich unbedingt den Aufstieg zur Hornisgrinde. Vom Mummelsee aus führt der etwa drei Kilometer lange Grindenpfad durch das faszinierende Hochmoor zum Gipfel. Das Hochmoor auf der Hornisgrinde ist mindestens 6.000 Jahre alt und bis zu fünf Meter tief – ein empfindliches Ökosystem, das unter Naturschutz steht. Bitte bleib auf den markierten Wegen, um diese einzigartige Landschaft zu schützen. Oben angekommen, erwartet dich der Hornisgrindeturm, ein 1910 fertiggestelltes und 2005 nach 60 Jahren Verschluss wiedereröffnetes Bauwerk, das einen phänomenalen Rundumblick bietet. Bei klarer Sicht reicht der Blick bis zu den Vogesen im Elsass und an besonders guten Tagen sogar bis zu den Alpen.
Auf dem Weg nach oben passierst du auch den Dreifürstenstein, eine historische Grenzmarkierung zwischen den einstigen Territorien Baden, Württemberg und dem Bistum Straßburg. Ein spannendes Stück Geschichte mitten in der Natur. Der Genießerpfad Mummelsee – Hornisgrinde ist als mittelschwerer Rundwanderweg ausgewiesen, umfasst etwa 6,7 bis 8,8 Kilometer und dauert circa 2 bis 2,5 Stunden. Für eine kürzere Tour bietet sich der Auf- und Abstieg über den Grindenpfad an, der in etwa einer Stunde zu schaffen ist. Entlang der Schwarzwaldhochstraße erwarten dich außerdem weitere Highlights wie der Schliffkopf mit seiner Aussichtsplattform, das Nationalparkzentrum Ruhestein und der Mehliskopf mit seiner Ganzjahres-Bobbahn.
Apropos Film: Wenn du dir vorab schon einen Eindruck von der Schwarzwaldhochstraße und ihren Highlights verschaffen möchtest, dann schau dir unbedingt meinen Reisefilm dazu an. Auf meinem YouTube-Kanal Alex-travels findest du neben dem Schwarzwaldhochstraßen-Film auch viele weitere Reisefilme aus dem Schwarzwald, von der Ostsee, aus den USA, Österreich und der ganzen Welt.
Schwarzwaldladen, Holzofenbrot und echte Gastlichkeit
Der Schwarzwaldladen am Mummelsee – hier findest du alles von der Kuckucksuhr bis zum frisch gebackenen Holzofenbrot
Neben der beeindruckenden Natur hat der Mummelsee auch kulinarisch und kulturell einiges zu bieten. Der Schwarzwaldladen direkt am See ist eine wahre Fundgrube für alle, die ein Stück Schwarzwald mit nach Hause nehmen möchten. Von der weltbekannten Kuckucksuhr über handgefertigte Holzschnitzereien bis hin zu regionalen Spezialitäten wie Schwarzwälder Schinken und Kirschwasser – hier wirst du garantiert fündig. Eine echte Besonderheit ist die Holzofenbäckerei: In den Sommermonaten kannst du dem Bäcker beim Backen von duftendem Bauernbrot im original Holzofen zuschauen. Der Duft von frischem Brot, gemischt mit der klaren Bergluft auf über 1.000 Metern – das ist Schwarzwaldfeeling pur.
Wenn du nach dem Spaziergang hungrig bist, kann ich dir das Restaurant im Berghotel Mummelsee wärmstens empfehlen. In den gemütlichen Stuben mit echtem Schwarzwaldambiente werden badische und elsässische Spezialitäten serviert, die dich begeistern werden. Besonders die Schwarzwälder Kirschtorte nach Originalrezept ist ein absolutes Muss – sie gehört zu den besten, die ich im gesamten Schwarzwald probiert habe. Wer es deftiger mag, greift zu den leckeren Vesperplatten oder probiert die frisch zubereiteten regionalen Gerichte. An schönen Tagen sitzt du auf der Terrasse mit direktem Blick auf den See und die Hornisgrinde – ein kulinarisches Erlebnis in traumhafter Kulisse. Das Restaurant ist täglich von 8:00 bis 21:00 Uhr geöffnet, warme Küche gibt es durchgehend von 12:00 bis 21:00 Uhr (Schwarzwaldhochstraße 11, 77889 Seebach, www.mummelsee.de).
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Insider-Tipps – So erlebst du den Mummelsee am besten
Der Mummelsee ist mit rund einer Million Besuchern pro Jahr einer der meistbesuchten Seen in ganz Baden-Württemberg. An Wochenenden und Feiertagen, besonders in den Sommerferien, kann es hier richtig voll werden. Deshalb verrate ich dir meine besten Tipps, um den See in seiner ganzen Pracht zu erleben:
Komm früh morgens oder am späten Abend. Wenn die Tagestouristen den See noch nicht erreicht oder schon wieder verlassen haben, liegt eine fast unwirkliche Stille über dem Wasser. In diesen Momenten spürst du die Magie, die schon Eduard Mörike und Grimmelshausen inspiriert hat. Der Nebel, der morgens oft über der Wasseroberfläche schwebt, lässt dich verstehen, warum die Menschen einst an Geister und Nixen glaubten.
Besuche den Mummelseeblick. Dieser Aussichtspunkt oberhalb des Sees ist ein echtes Juwel, das viele Besucher übersehen. Während unten am See der Trubel herrscht, kannst du hier in aller Ruhe den Panoramablick genießen. Du erreichst den Mummelseeblick über den Seensteig, der vom Berghotel aus linksseitig den Berg hinaufführt. Die Holzbänke dort oben laden zum Verweilen, Vespern und Genießen ein. Dieser Spot hat mir bei meinem letzten Besuch am besten gefallen.
Nutze die Nebensaison. Im Frühling erwacht die Natur rund um den See zu neuem Leben und bietet ein beeindruckendes Farbenspiel. Der Herbst verzaubert mit buntem Laub und morgendlichem Nebel, der dem See seine mystischste Atmosphäre verleiht. Und auch im Winter hat der Mummelsee seinen Reiz, wenn die verschneite Landschaft den See in ein Wintermärchen verwandelt. Allerdings: Auch wenn die Seeoberfläche in kalten Wintern zufriert, solltest du vom Betreten des Eises absehen – unter der Schneeschicht ist nicht zu erkennen, ob es wirklich trägt.
Erkunde die Umgebung. Nur etwa 15 Kilometer von der Hornisgrinde entfernt befinden sich die beeindruckenden Allerheiligen-Wasserfälle und die Ruinen des ehemaligen Klosters Allerheiligen – ein perfekter Abstecher für einen Tagesausflug. Auch das malerische Wein- und Fachwerkdorf Sasbachwalden westlich der Hornisgrinde lohnt einen Besuch. Und wer die gesamte Schwarzwaldhochstraße abfahren möchte, findet entlang der Route unzählige weitere Stopps, die einen Besuch wert sind.
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Warst du schon am Mummelsee?
Hast du den Mummelsee schon einmal besucht? Vielleicht hast du die Seenixe entdeckt, eine Tretbootfahrt über das dunkle Wasser gemacht oder bist bis auf die Hornisgrinde gewandert? Ich bin gespannt auf deine Erlebnisse und Eindrücke! Hast du vielleicht einen ganz eigenen Geheimtipp für den Mummelsee, den ich noch nicht kenne? Schreib mir gerne in die Kommentare – ich freue mich auf den Austausch mit dir. Und wenn du noch nie am Mummelsee warst: Lass dich inspirieren und plane deinen Besuch. Dieser Ort hat etwas Magisches, das man mit Worten nur schwer beschreiben kann. Du musst es selbst erleben.
Falls du weitere Inspiration für deinen Schwarzwaldbesuch suchst, schau dir auch meinen ausführlichen Artikel zum Mummelsee und all seinen Sehenswürdigkeiten an oder entdecke die interaktive Schwarzwald-Karte mit allen Ausflugszielen.
❓ Häufig gestellte Fragen zum Mummelsee
Wie komme ich am besten zum Mummelsee?
Der Mummelsee liegt direkt an der Schwarzwaldhochstraße (B500) zwischen Baden-Baden und Freudenstadt. Mit dem Auto erreichst du ihn von der A5, Ausfahrt 53 Achern, über Seebach in etwa 15 Kilometern. Direkt am See stehen große Parkplätze zur Verfügung. Mit dem Bus kommst du von Baden-Baden mit der Linie 245 oder von Achern mit der Panoramalinie 7123 über Sasbachwalden zum See.
Gibt es Fische im Mummelsee?
Nein, im Mummelsee leben keine Fische. Das Wasser hat einen pH-Wert unter fünf und ist sauer-torfig und nährstoffarm. Aus diesem Grund gibt es weder Fische noch die namensgebenden Seerosen (Mummeln) im See. Früher führte dies zu allerlei mystischen Spekulationen und Sagen.
Kann man im Mummelsee schwimmen?
Nein, das Schwimmen im Mummelsee ist nicht erlaubt. Der See steht unter besonderem Schutz. Du kannst den See aber wunderbar mit einem Tretboot erkunden, das du am Bootsverleih direkt am Berghotel mieten kannst.
Wie lang ist der Rundweg um den Mummelsee?
Der barrierefreie Rundweg um den Mummelsee hat eine Länge von etwa 800 Metern und ist in circa 20 bis 30 Minuten bequem zu bewältigen. Entlang des Weges befindet sich auch der Kunstpfad mit modernen Kunstinstallationen internationaler Künstler.
Wann ist die beste Zeit für einen Besuch am Mummelsee?
Der Mummelsee ist ganzjährig zugänglich und zu jeder Jahreszeit reizvoll. Für Ruhe empfiehlt sich ein Besuch am frühen Morgen, am späten Abend oder in der Nebensaison. Im Sommer sind die Wochenenden und Feiertage besonders voll. Besonders stimmungsvoll ist der See im Herbst bei morgendlichem Nebel oder im Winter bei Schnee.
Was kostet der Eintritt am Mummelsee?
Der Besuch am Mummelsee ist kostenlos – sowohl der Zugang zum See als auch der Rundweg und der Kunstpfad. Kosten entstehen nur für optionale Aktivitäten wie den Tretbootverleih oder die Gastronomie. Der nahegelegene Hornisgrindeturm kostet 1 Euro Eintritt für Erwachsene und 0,50 Euro für Kinder unter 16 Jahren.
📍 Fakten & Besuchertipps auf einen Blick
- Adresse: Schwarzwaldhochstraße 11, 77889 Seebach (Berghotel Mummelsee)
- Öffnungszeiten Restaurant: Täglich 8:00–21:00 Uhr, warme Küche 12:00–21:00 Uhr
- Schwarzwaldladen & Holzofenbäckerei: Täglich 10:00–17:00 Uhr
- Eintritt: Der Zugang zum See, Rundweg und Kunstpfad ist kostenlos
- Tretbootverleih: Saisonabhängig, direkt am Berghotel
- Parkmöglichkeiten: Große Parkplätze direkt am Mummelsee (kostenpflichtig)
- Anfahrt ÖPNV: Buslinie 245 ab Baden-Baden oder Panoramalinie 7123 ab Achern über Sasbachwalden
- Hornisgrindeturm: Sommer 10:30–17:00 Uhr, Winter 11:00–16:00 Uhr (Erwachsene 1 €, Kinder 0,50 €)
- Insider-Tipp: Frühmorgens oder abends kommen für die mystischste Atmosphäre – dann spürst du die Magie der Sagen
- Google Maps: Mummelsee auf Google Maps ansehen
- Offizielle Website: www.mummelsee.de
Ein Ort, der die Seele berührt
Es gibt Orte, die bleiben. Die sich in dein Gedächtnis einbrennen, nicht weil sie laut oder spektakulär wären, sondern weil sie etwas in dir zum Klingen bringen. Der Mummelsee ist so ein Ort. Wenn du am Ufer stehst und in das dunkle, stille Wasser blickst, über dem sich die Tannen neigen wie stille Wächter einer vergangenen Zeit, dann verstehst du, warum dieser See seit Jahrhunderten Dichter, Maler und Reisende in seinen Bann zieht. Hier oben, auf über tausend Metern, wo die Luft klar und frisch ist und die Welt da unten für einen Moment vergessen scheint, findest du eine Ruhe, die kostbarer ist als Gold. Bewahren wir diesen Ort – für uns und für alle, die nach uns kommen.
👋 Hi, ich bin Alexander!
Ich bin der Betreiber dieses Blogs und der Schwarzwald ist einer meiner Lieblingsplätze seit vielen Jahren. Die dichten Wälder, wilden Schluchten und malerischen Seen haben mich schon immer in den Bann gezogen. Mit dem Wunderschöner Schwarzwald Guide will ich dir diese faszinierende Region näherbringen – denn sie hat unglaublich viel zu bieten!
Da ich ständig im wunderschönen Schwarzwald unterwegs bin, stelle ich dir die schönsten Orte, Sehenswürdigkeiten und Landschaften mit Fotos und Videos vor. Denn die Natur macht glücklich. 🌲
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Bis dann im Schwarzwald! 🌲
– Alex







