SchwarzwaldBlicke – Geschichten hinter den Momenten: Hornisgrinde – Wo der Schwarzwald den Himmel berührt

Es gibt Orte im Schwarzwald, die dich sprachlos machen. Die Hornisgrinde ist so ein Ort – ein gewaltiger, zwei Kilometer langer Bergrücken, der sich wie ein schlafender Riese über den gesamten Nordschwarzwald erhebt und auf 1.164 Metern den Himmel fast berührt.

Hornisgrinde höchster Gipfel Nordschwarzwald Panoramablick

Die Hornisgrinde – das Dach des Nordschwarzwalds auf 1.164 Metern Höhe

In unserer Rubrik „SchwarzwaldBlicke – Geschichten hinter den Momenten“ präsentieren wir dir regelmäßig besondere Momente und Orte des Schwarzwalds. Heute haben wir gleich sechs besondere Aufnahmen für dich mitgebracht, die die Hornisgrinde aus verschiedenen Perspektiven zeigen – vom weiten Panoramablick über das Rheintal bis hin zum markanten Hornisgrindeturm und dem faszinierenden Hochmoor. Zusammen nehmen sie dich mit auf eine Reise, die sowohl die Schönheit als auch die Geschichte dieses einzigartigen Ortes enthüllt.

Das Dach des Nordschwarzwalds – ein Berg der Superlative

Wenn du auf der Hornisgrinde stehst, wird dir schnell klar, warum dieser Berg so besonders ist. Mit seinen 1.164 Metern ist er nicht einfach nur der höchste Berg des Nordschwarzwalds – er ist ein Ort voller Superlative. Die Hornisgrinde gehört zu den niederschlagsreichsten Orten Deutschlands mit durchschnittlich über 2.000 Litern Regen pro Quadratmeter im Jahr. Hier oben herrscht ein Klima, das eher an skandinavische Hochebenen als an Süddeutschland erinnert – die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei gerade einmal 4,9 °C, vergleichbar mit Moskau. An rund 180 Tagen im Jahr hüllt sich der Gipfel in Nebel, und genau diese Feuchtigkeit hat über Jahrtausende hinweg etwas Einzigartiges geschaffen: das größte Hochmoor im Grinden-Schwarzwald.

Der Name „Hornisgrinde“ verrät bereits, was dich erwartet. Seit 1605 ist der Name nachweisbar und bedeutet so viel wie „kahler Bergrücken, der auf seiner Höhe ein Moor trägt“. Und genau das ist es, was diese Berglandschaft so unverwechselbar macht: Statt eines spitzen Gipfels erwartet dich ein langgestrecktes Hochplateau, das sich zwei Kilometer von Nord nach Süd erstreckt – manche nennen es liebevoll den „Sargdeckel“ des Schwarzwalds.

Hornisgrinde Wanderweg Ausblick Schwarzwald Rheinebene

Auf dem Weg zur Hornisgrinde eröffnen sich immer wieder spektakuläre Ausblicke über den Schwarzwald

Was mich bei meinem letzten Besuch besonders fasziniert hat: Der gewaltige Höhenunterschied nach Westen. Innerhalb von nur acht Kilometern fällt die Hornisgrinde über 1.000 Höhenmeter hinunter ins Rheintal ab. Dieser dramatische Abfall sorgt für die atemberaubenden Fernblicke, die dich hier oben erwarten. Bei klarer Sicht schweift dein Blick über die Vogesen, den Pfälzerwald, die Schwäbische Alb – und an besonders guten Tagen kannst du sogar die Alpen am Horizont erahnen, fast 200 Kilometer entfernt.

Vom Militärsperrgebiet zum Wanderparadies – die bewegte Geschichte

Die Geschichte der Hornisgrinde liest sich wie ein spannender Roman. Schon im 15. Jahrhundert begannen die Menschen, die Wälder auf dem Gipfel zu roden, um Weideflächen für Rinder und Ziegen zu schaffen. So entstanden die namensgebenden „Grinden“ – baumlose Bergheiden, die dem gesamten Grinden-Schwarzwald seinen Charakter verleihen.

Der wohl eindrucksvollste historische Punkt auf der Hornisgrinde ist der Dreifürstenstein. Diese prachtvolle Buntsandsteinplatte auf 1.151 Metern Höhe markiert seit 1722 die Grenze zwischen drei einstigen Herrschaftsgebieten: der Markgrafschaft Baden, dem Herzogtum Württemberg und dem Fürstbistum Straßburg. Gleichzeitig war er der höchste Punkt des alten Herzogtums Württemberg – ein Ort mit wahrer historischer Bedeutung.

Doch die Hornisgrinde hat auch ein dunkles Kapitel. Ab 1942 beschlagnahmte die deutsche Luftwaffe den Gipfel als Flugabwehrstellung. Nach Kriegsende übernahm das französische Militär das Gelände und betrieb dort eine Funk-Abhörstation des Auslandsgeheimdienstes. Parallel wurde der Standort von der Bundeswehr und der NATO genutzt. Fast 60 Jahre lang war das gesamte Gipfelplateau für die Öffentlichkeit gesperrt – ein faszinierendes Stück Natur, das niemand betreten durfte. Erst 1997 wurde das Sperrgebiet freigegeben, und die Anrainergemeinden übernahmen das Gelände. Wenn du heute über die Hornisgrinde wanderst, kannst du noch immer Spuren dieser militärischen Vergangenheit entdecken – verfallende Bunkerreste und alte Masten zwischen Heidekraut und Moorgras.

Hornisgrindeturm Aussichtsturm Nordschwarzwald Buntsandstein

Der markante Hornisgrindeturm erinnert mit seinen mächtigen Mauern eher an eine mittelalterliche Burg als an einen Aussichtsturm

Zwei Türme, zwei Geschichten

Die Hornisgrinde besitzt gleich zwei Aussichtstürme, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Am südlichen Ende des Plateaus, oberhalb des Mummelsees, erhebt sich der 23 Meter hohe Hornisgrindeturm. Mit seinen massiven Buntsandsteinmauern wirkt er mehr wie eine mittelalterliche Burg als ein Aussichtsturm. Dabei wurde er erst 1910 auf Initiative des Badischen Schwarzwaldvereins erbaut – als Baumaterial diente der in der Nähe anstehende rote Buntsandstein. Zusammen mit dem Mummelsee war der Turm bis 1942 das beliebteste Ausflugsziel der gesamten Region. Nach fast 60 Jahren im Besitz des Militärs wurde er am 29. Mai 2005 feierlich für die Öffentlichkeit wiedereröffnet.

Am höchsten Punkt des Berges steht der deutlich kleinere, nur sieben Meter hohe Bismarckturm. 1871 als Signalturm für die Landesvermessung errichtet, wurde er 1892 durch eine außen angebrachte Treppe zum Aussichtsturm umfunktioniert. Im Jahr 2000 erhielt er eine neue stählerne Wendeltreppe und wurde saniert. Vier Panoramatafeln auf der Brüstung helfen dir bei der Orientierung. Das Beste daran: Der Bismarckturm ist immer frei zugänglich und kostet keinen Eintritt.

Das Hochmoor – eine uralte Welt auf hölzernen Stegen

Wenn es einen Grund gibt, die Hornisgrinde zu besuchen, dann ist es das Hochmoor. Dieses faszinierende Ökosystem hat sich nach der letzten Eiszeit vor mindestens 6.000 Jahren gebildet und ist bis zu fünf Meter mächtig. Seit 1992 steht das Hochmoor zusammen mit der Karwand zum Biberkessel als Naturschutzgebiet „Hornisgrinde-Biberkessel“ unter Schutz.

Mummelsee Hornisgrindepfad Grindenpfad Hochmoor Wanderung Schwarzwald

Auf dem Mummelsee-Hornisgrindepfad wanderst du über hölzerne Bohlenstege durch die faszinierende Moorlandschaft

Ein Holzbohlenweg führt dich mitten durch diese uralte Landschaft, ohne das empfindliche Moor zu schädigen. Links und rechts wachsen Torfmoose, Zwergsträucher, Rasenbinse und Pfeifengras. Im Frühling leuchtet das Wollgras wie kleine weiße Fahnen im Wind, im Spätsommer verwandelt die blühende Heide die Landschaft in ein violettes Meer, und im Herbst taucht das verfärbte Laub alles in warme Gold- und Rottöne. Mein absoluter Geheimtipp: Komm bei einer Inversionswetterlage hierher, wenn sich die Täler in Nebel hüllen und du auf der Hornisgrinde in strahlendem Sonnenschein über einem endlosen weißen Wolkenmeer stehst. Das ist eines der magischsten Naturschauspiele, die der Schwarzwald zu bieten hat.

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Das Hochmoor hat allerdings auch eine leidvolle Geschichte hinter sich. Der verheerende Brand vom 4. August 1800, der als größter Brand in der Geschichte des Nordschwarzwalds gilt, wütete 17 Tage lang und zerstörte rund 2.800 Hektar Wald und Moorfläche. Auch die militärische Nutzung im 20. Jahrhundert hinterließ Spuren: Entwässerungsgräben und Bunker störten die empfindliche Moorbildung. Heute arbeiten Naturschützer daran, das Hochmoor zu regenerieren – und die Natur zeigt sich erstaunlich widerstandsfähig.

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Wandern auf der Hornisgrinde – der Genießerpfad und mehr

Die Hornisgrinde ist ein echtes Wanderparadies, und der schönste Weg auf den Gipfel ist der Genießerpfad Mummelsee-Hornisgrindepfad. Diese rund 6,7 Kilometer lange Rundwanderung mit etwa 200 Höhenmetern startet am Wanderparkplatz Seibelseckle und führt dich durch eine Landschaft, die abwechslungsreicher kaum sein könnte. Du brauchst etwa 2,5 Stunden für die Tour – genug Zeit, um jeden einzelnen Aussichtspunkt ausgiebig zu genießen.

Vom Seibelseckle geht es zunächst durch den Lenderswald, vorbei an Himmelsliegen mit herrlichem Blick ins Rheintal. Dann erreichst du den sagenumwobenen Mummelsee, den du einmal gemütlich umrundest. Vom See führt der Weg über den Katzenkopf hinauf zur Hornisgrinde – und auf dieser Strecke eröffnen sich dir immer wieder grandiose Panoramablicke. Oben angekommen, erwarten dich die beiden Aussichtstürme, die Grinde-Hütte zur Einkehr und der fantastische Bohlenweg durch das Hochmoor. Der Rückweg führt über den Dreifürstenstein und einen schmalen, teilweise steilen Pfad – das sogenannte „Schwabenwegle“ – zurück zum Ausgangspunkt.

Ausblick Hornisgrinde Panorama Rheintal Vogesen Schwarzwald

Bei klarer Sicht reicht dein Blick von der Hornisgrinde bis zu den Vogesen und der Rheinebene

Insider-Tipps für dein Gipfelerlebnis

Mein wichtigster Tipp: Komm unter der Woche! Am Wochenende kann es am Mummelsee richtig voll werden – schließlich besuchen rund eine Million Menschen jährlich diesen beliebten Karsee. Oben auf der Hornisgrinde selbst ist es dann schon deutlich ruhiger, aber unter der Woche hast du die Moorlandschaft fast für dich allein.

Plane deinen Besuch am besten am frühen Nachmittag und bleib bis zum Sonnenuntergang. Wenn die Sonne langsam hinter den Vogesen versinkt und der Himmel sich in warme Rot- und Orangetöne kleidet, erlebst du die Hornisgrinde von ihrer allerschönsten Seite. Besonders der Blick vom Katzenkopf hinunter auf den Mummelsee, wenn sich der Abendhimmel im dunklen Wasser spiegelt – das ist Schwarzwald-Magie pur.

Denk auch an warme Kleidung! Die Temperaturen auf 1.164 Metern liegen im Frühling und Sommer oft fünf bis acht Grad unter den Werten im Rheintal. Und der Wind kann hier oben auf dem exponierten Bergrücken ordentlich pfeifen – nicht umsonst steht hier der älteste Windpark Baden-Württembergs.

Hast du Kinder dabei? Dann wird der Holzbohlenweg durchs Moor zum Abenteuerland – die Hornisgrinde ist einer der besten Familienausflüge im Schwarzwald. Die kleinen Entdecker lieben es, auf den Holzstegen zu balancieren und die seltsamen Pflanzen des Moores zu bestaunen. Und der Aufstieg vom Mummelsee über die asphaltierte Straße ist auch mit geländegängigem Kinderwagen machbar.

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Erlebe den Schwarzwald in bewegten Bildern! Auf meinem YouTube-Kanal findest du Reisefilme zu den schönsten Orten.

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Der Mummelsee – sagenumwobenes Auge des Schwarzwalds

Kein Besuch der Hornisgrinde ist komplett ohne den Mummelsee. Dieser geheimnisvolle Karsee liegt auf 1.028 Metern Höhe direkt am Fuße der Hornisgrinde und ist mit 18 Metern Tiefe der tiefste der sieben verbliebenen Karseen im Schwarzwald. Gletscher haben die Mulde während der letzten Eiszeit ausgeschürft – das Wasser, das heute darin schimmert, ist sauer-torfig und nährstoffarm, weshalb weder Fische noch Seerosen darin leben können. Seinen Namen verdankt der See dennoch den weißen Seerosen – den „Mummeln“ – die hier einst wuchsen. Oder vielleicht doch den „Mümmlein“, den sagenumwobenen Seejungfrauen?

Die Sage erzählt von lieblichen Nixen, die in einem kristallenen Schloss in den Tiefen des Sees leben. In Vollmondnächten stiegen sie einst an die Oberfläche, tanzten mit den Bauern und halfen den Hausfrauen bei der Arbeit. Schon die Römer nannten den See „Lacus Mirabilis“ – See der Wunder. Der Dichter Eduard Mörike ließ sich zu seinem Gedicht „Die Geister am Mummelsee“ inspirieren, und Grimmelshausen schickte seinen berühmten Simplicissimus in die Unterwasserwelt des Sees bis zum Mittelpunkt der Erde. Wer heute am Ufer steht und in das dunkle, scheinbar unergründliche Wasser blickt, kann verstehen, warum dieser Ort seit Jahrhunderten die Fantasie der Menschen beflügelt.

Einkehren auf dem Dach des Schwarzwalds

Nach einer Wanderung auf der Hornisgrinde ist eine Einkehr in der Grinde-Hütte ein absolutes Muss. Das 2017 neu erbaute Bergrestaurant liegt auf 1.155 Metern direkt neben dem Hornisgrindeturm und verbindet modernes Design mit echter Schwarzwälder Gastlichkeit. Die Außenfassade aus Natursteinen des Seebacher Steinbruchs fügt sich harmonisch in die Landschaft ein, während drinnen ein Kaminofen aus rohem Stahl für gemütliche Hüttenatmosphäre sorgt. Durch die großen Panoramafenster des zweigeschossigen Gastraums hast du einen traumhaften Blick über den Schwarzwald und die Rheinebene bis zu den Vogesen. Besonders empfehlen kann ich die herzhaften Vesperspezialitäten, die frisch zubereiteten Maultaschen und natürlich die Schwarzwälder Kirschtorte – die darf bei einem Schwarzwald-Besuch einfach nicht fehlen. Die Grinde-Hütte ist dienstags bis sonntags von 10:30 bis 17:30 Uhr geöffnet, montags ist Ruhetag (Hornisgrinde 12, 77889 Seebach, www.grindehuette.de).

Hornisgrinde Gipfel Grindehütte Hornisgrindeturm Restaurant Schwarzwald

Oben auf der Hornisgrinde: Der Hornisgrindeturm und die Grinde-Hütte laden zum Verweilen und Genießen ein

Schwarzwaldhochstraße – die legendäre Anfahrt

Die Hornisgrinde liegt direkt an einer der ältesten und schönsten Ferienstraßen Deutschlands: der Schwarzwaldhochstraße (B 500). Schon die Fahrt hierher ist ein Erlebnis. Von Baden-Baden oder Freudenstadt kommend schlängelst du dich durch dichte Tannenwälder, vorbei an Aussichtspunkten, die einen nach dem anderen an Schönheit übertreffen. Am Mummelsee angekommen, hast du mehrere Möglichkeiten: Entweder du parkst direkt am großen Besucherparkplatz am Mummelsee und wanderst von dort in etwa 30 bis 40 Minuten über die asphaltierte Straße hinauf zur Hornisgrinde (ca. 2 km, 125 Höhenmeter). Oder du startest am Wanderparkplatz Seibelseckle für die volle Genießerpfad-Runde.

Übrigens: Du musst nicht einmal ein Auto haben, um die Hornisgrinde zu erreichen. Die Panoramalinie 423 fährt sogar direkt von Achern in der Rheinebene bis auf den Gipfel der Hornisgrinde. Von Baden-Baden bringt dich der Bus der Linie 245 zum Mummelsee, und von Freudenstadt kommst du mit dem Linienbus 12 oder dem Freizeitbus ans Seibelseckle. Die Bushaltestelle „Hornisgrinde Turm“ liegt direkt neben der Grinde-Hütte.

Erlebe den Schwarzwald in Bildern und Filmen

Die Hornisgrinde und der Mummelsee sind auch Teil meines Films über die Schwarzwaldhochstraße. Wenn du einen Vorgeschmack auf diesen einzigartigen Ort haben möchtest, schau dir das Video an – und entdecke auch alle meine Schwarzwald-Filme:

Auf meinem YouTube-Kanal (https://www.youtube.com/@Alex-travels) findest du noch mehr Reisefilme – nicht nur aus dem Schwarzwald, sondern auch von der Ostsee, aus den USA, Österreich und der ganzen Welt.

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Was dich noch erwartet – entdecke die Umgebung

Die Hornisgrinde ist ein perfekter Ausgangspunkt, um noch mehr von der Region zu entdecken – sie gehört nicht umsonst zu den 21 schönsten Orten im Schwarzwald. Nur etwa 15 Kilometer entfernt liegen die beeindruckenden Allerheiligen-Wasserfälle mit einer Gesamthöhe von 83 Metern und die Ruinen des ehemaligen Klosters Allerheiligen. Am Westhang der Hornisgrinde findest du das Weindorf Sasbachwalden, eines der schönsten Fachwerkdörfer des Schwarzwalds, bekannt für seinen verschwenderischen Blumenschmuck und die hervorragenden Weine. Und natürlich liegt der Nationalpark Schwarzwald direkt vor der Haustür – mit dem Luchspfad, dem Wildnispfad und dem spektakulären Blick auf den Wildsee. Auch der wildromantische Glaswaldsee, ein weiterer geheimnisvoller Karsee, ist von hier aus gut erreichbar.

Warst du schon einmal auf der Hornisgrinde? Hast du den Sonnenuntergang über dem Nebelmeer erlebt oder das Moor im goldenen Herbstlicht gesehen? Ich würde mich riesig freuen, wenn du deine Erlebnisse in den Kommentaren teilst – oder mir verrätst, welchen Schwarzwald-Ort ich als Nächstes vorstellen soll!

❓ Häufig gestellte Fragen zur Hornisgrinde

Wie hoch ist die Hornisgrinde?

Die Hornisgrinde ist mit 1.164,4 Metern über dem Meeresspiegel der höchste Berg des Nordschwarzwalds. Das Gipfelplateau erstreckt sich über rund zwei Kilometer von Nord nach Süd.

Kann man den Hornisgrindeturm besteigen?

Normalerweise ist der 23 Meter hohe Hornisgrindeturm täglich außer montags geöffnet (Sommer: 10:30–17:00 Uhr, Winter: 11:00–16:00 Uhr). Der Eintritt beträgt 1 Euro für Erwachsene und 0,50 Euro für Kinder. Der Turm kann jedoch aufgrund von Renovierungsarbeiten zeitweise geschlossen sein – informiere dich am besten vorab. Der kleinere Bismarckturm ist immer frei zugänglich.

Wo parke ich am besten für die Hornisgrinde?

Es gibt zwei Hauptparkplätze: den Wanderparkplatz am Seibelseckle (Schwarzwaldhochstraße 8, 77889 Seebach) und den großen Parkplatz am Mummelsee (Schwarzwaldhochstraße 11). Beide liegen direkt an der B 500. Am Wochenende empfiehlt sich eine frühe Anreise, da die Parkplätze schnell voll werden.

Wie lange dauert die Wanderung auf die Hornisgrinde?

Der Genießerpfad Mummelsee-Hornisgrindepfad ist ca. 6,7 km lang und dauert etwa 2,5 Stunden. Der kürzeste Weg vom Mummelsee auf die Hornisgrinde über die asphaltierte Straße dauert nur 30–40 Minuten (ca. 2 km, 125 Höhenmeter). Der Grindenpfad über das Hochmoor ist ca. 3–4,5 km lang und in 1–1,5 Stunden machbar.

Ist die Hornisgrinde auch für Familien mit Kindern geeignet?

Ja, die Hornisgrinde ist sehr familienfreundlich. Der Grindenpfad ist als leicht eingestuft und die Holzbohlenwege durchs Moor begeistern Kinder. Der Aufstieg vom Mummelsee über die asphaltierte Straße ist sogar mit geländegängigem Kinderwagen machbar. Nur der Abstieg über das Schwabenwegle zum Seibelseckle ist steil und felsig – mit kleinen Kindern besser meiden.

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch der Hornisgrinde?

Jede Jahreszeit hat ihren Reiz: Im Frühling blüht das Wollgras, im Sommer genießt du grandiose Fernsichten, im Herbst verfärbt sich das Moor golden, und im Winter verwandelt sich die Landschaft in ein Schneemärchen mit Möglichkeiten zum Langlauf. Besonders magisch ist es bei Inversionswetterlage, wenn die Täler im Nebel liegen und die Hornisgrinde in der Sonne strahlt.

📍 Fakten & Besuchertipps auf einen Blick

  • Adresse: Hornisgrinde, 77889 Seebach (Schwarzwaldhochstraße / B 500)
  • Höhe: 1.164,4 m ü. NHN – höchster Berg des Nordschwarzwalds
  • Hornisgrindeturm: Sommer (Mai–Okt.) 10:30–17:00 Uhr, Winter (Nov.–Apr.) 11:00–16:00 Uhr, täglich außer montags (witterungsabhängig, ggf. wegen Renovierung geschlossen)
  • Eintrittspreise Turm: Erwachsene 1,00 €, Kinder unter 16 Jahren 0,50 €
  • Bismarckturm: Immer frei zugänglich, kein Eintritt
  • Grinde-Hütte: Di–So 10:30–17:30 Uhr, Küche 11:00–17:00 Uhr, Montag Ruhetag
  • Parkmöglichkeiten: Wanderparkplatz Seibelseckle (Schwarzwaldhochstraße 8) oder Parkplatz Mummelsee (Schwarzwaldhochstraße 11)
  • Anfahrt ÖPNV: Panoramalinie 423 ab Achern, Bus 245 ab Baden-Baden zum Mummelsee, Bus 12 ab Freudenstadt zum Seibelseckle
  • Wanderung: Genießerpfad Mummelsee-Hornisgrindepfad (6,7 km, ca. 2,5 Std., mittelschwer)
  • Insider-Tipp: Komm unter der Woche und bleib bis zum Sonnenuntergang – dann hast du die Hornisgrinde fast für dich allein
  • Google Maps: Auf Google Maps ansehen
  • Schwarzwald-Karte: Alle Sehenswürdigkeiten in der interaktiven Karte
  • Offizielle Website: Hornisgrinde auf der Nationalparkregion-Website

Die Hornisgrinde ist mehr als nur der höchste Berg des Nordschwarzwalds. Sie ist ein Ort, an dem sich Natur und Geschichte auf faszinierende Weise verflechten – wo uralte Moore neben verfallenden Militäranlagen ruhen und der Blick vom Gipfel eine Weite eröffnet, die den Alltag vergessen lässt. Wenn du hier oben stehst, den Wind im Gesicht spürst und die endlose Landschaft auf dich wirken lässt, dann verstehst du, warum der Schwarzwald so viele Menschen in seinen Bann zieht. Nimm dir die Zeit, halte inne und lausche der Stille. Denn genau dafür ist die Hornisgrinde gemacht – als ein Ort, an dem du die Welt für einen Moment von oben betrachten und tief durchatmen kannst. 🌲

👋 Hi, ich bin Alexander!

Ich bin der Betreiber dieses Blogs und der Schwarzwald ist einer meiner Lieblingsplätze seit vielen Jahren. Die dichten Wälder, wilden Schluchten und malerischen Seen haben mich schon immer in den Bann gezogen. Mit dem Wunderschöner Schwarzwald Guide will ich dir diese faszinierende Region näherbringen – denn sie hat unglaublich viel zu bieten!

Da ich ständig im wunderschönen Schwarzwald unterwegs bin, stelle ich dir die schönsten Orte, Sehenswürdigkeiten und Landschaften mit Fotos und Videos vor. Denn die Natur macht glücklich. 🌲

Hast du Fragen, ein Geschäft, ein Restaurant oder etwas ganz Besonderes im Schwarzwald entdeckt – oder eine Idee für guten Inhalt? Schreib mir gerne einen Kommentar – ich freue mich darauf, mir das anzusehen und darüber zu berichten!

Bis dann im Schwarzwald! 🌲
– Alex

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